Dieser stellt den derzeit wohl besten Ansatz zum Begreifen unserer ökologischen Grenzen und unserer Chance auf eine Welt, in der alle Lebewesen dauerhaft ein schönes Leben führen können (und zwar durch zukunftsfähiges Handeln) dar.

Fakten & Grundgedanken

  • In einer Welt, die durch Übernutzung immer deutlicher merkbar an ihre Grenzen stößt (Klimawandel, Finanzkrisen etc. sind die Symptome dieser Übernutzung), ist der Ökologische Fußabdruck als "Buchhaltungs-Tool" für die Natur ein Konzept, das die Grenzen unseres Wachstums fassbar macht.
  • Die bioproduktive Fläche (bzw. Summe der durch den Konsum von Waren, Energie und Dienstleistungen in einem Jahr in Anspruch genommenen Bio-Kapazität der Erde), die wir beanspruchen, wird der Fläche (Biokapazität), die uns zur Verfügung steht, gegenüber gestellt.
  • Die Methode wurde Anfang der 90er Jahre von den Wissenschaftlern William Rees und Mathis Wackernagel entwickelt.
  • Im Moment (2015) sind die Ressourcen, die uns die Erde jedes Jahr zur Verfügung stellt, bereits am 13. August verbaucht ("Overshoot Day") - wir machen also Schulden (dies wird ermöglicht durch "geborgte", nicht erneuerbare fossile Energie) bzw. verzehren die Substanz der Erde selbst und nicht die von ihr hervorgebrachten Ressourcen, oder anders gesagt: die Menschheit lebt nicht von den Zinsen, sondern vom Kapital der Natur.
  • Diese Übernutzung wird allerdings großteils von 1/4 der Weltbevölkerung verursacht - würde die ganze Welt so leben, wäre das System wohl schon längst gekippt. Wir leben also auf Kosten der Erde und der Entwicklungsländer! Durch das hohe Bevölkerungswachstum hat sich der Ökologische Fußabdruck vieler Entwicklungsländer allerdings in den letzten Jahren auch bereits massiv vergrößert.
  • Neben den Auswirkungen auf die Umwelt stellt uns die Übernutzung somit auch vor gewaltige soziale und politische Herausforderungen: bei der derzeitigen Übernutzung der Welt sind globale Gerechtigkeit und Fairness nicht möglich!
  • Der Ökologische Fußabdruck zeigt auf, wie viel wir brauchen. Auf dieser Basis kann man aufbauen und die nötigen Schritte setzen, als Individuum, als Unternehmen, als Staat und als Staatengemeinschaft: eine gerechte Welt für alle ist möglich, erfordert allerdings ein Umdenken.
  • Ein Umdenken bedeutet aber nicht eine Verschlechterung der Lebensumstände, sondern bringt auch Freude an einem guten Leben, einem leichten Leben auf leichtem Fuß :)
    Earth overshoot Day 2015

Der ökologische Fußabdruck (Foto: Footprintnetwork)

Earth Overshoot Day 2015

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Footprint-Vorträge und Berechnungen

Wir bieten gerne individuelle Vorträge sowie Berechnungen für Vereine, Unternehmen, Organisationen, Schulen, Universitäten etc. an.

Der Vortrag ist ein visionäres Plädoyer für eine globale Ethik und eine „Globalisierung der Vernunft“, ohne die es kein „Gutes Leben“ auf dem zu klein gewordenen Planeten geben kann. Wie kein anderes naturwissenschaftliches Konzept kann der Ökologische Fußabdruck (Footprint) die sozialen, ökologischen und ökonomischen Notwendigkeiten zu einem neuen „Globalverstand“ verschmelzen, und damit die Idee vom „Guten Haushalten“, die ja sowohl hinter „Ökologie“ wie auch hinter „Ökonomie“ steckt, als selbstverständliches Leitbild einer zukunftsfähigen Gesellschaft etablieren.

Dabei skizziert der Vortrag nicht nur die notwendigen persönlichen Schritte, sondern beschreibt die Eckpfeiler der wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Veränderungen am Weg in eine zukunftsfähige Gesellschaft - zum Vorteil der Mitmenschen, der Umwelt und der zukünftigen Generationen gleichermaßen.

Unsere Kooperationspartner und Klienten finden Sie hier.

Kontakt und Anfrage


Vortrag Mag. Nesslinger über den Ökologischen Fußabdruck 2014


Quellen: